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Die
Blueser hatten das Drei Könige
Die Popper hatten das Safari
Wir hatten das Nachsehen und gingen ins Jugendhaus
Rückschau:
Als das Haus am Bienenweg 6 noch in den Händen der Jugend,
also ein Jugendhaus war, fanden dort regelmässig Konzerte
statt. Das Programm war vielfältig und vielfältig war
das Publikum: Ob Rock, HipHop, Metal oder Pop, Blues, Jazz oder
Klassik – Das «Jugi» schuf Raum für jede
Musikrichtung, war ein gern besuchtes Konzertlokal. Aber es war
auch ein Theater, ein Kino, eine Disco, eine Galerie, ein Begegnungszentrum
und ein Treffpunkt. Kurz: ein Ort, wo aktiv Kultur – und
nicht nur, aber eben auch Jugendkultur – gelebt wurde.
Umbau:
Mitte Neunziger starb die Jugend aus, städtische Gelder fürs
«Jugi» wurden gestrichen, das baufällige Gebäude
renoviert und aus Jugend wurde Kultur gemacht. Und da Kultur in
erster Linie eben nicht Musik ist, finden unter dem neuen Dach
des Kulturhauses fortan Theaterproben, Meditationsseminare, Geburtstagspartys,
Feng-Shui- und Trommelkurse statt. Das stört niemanden, das
bemerkt niemand, das weiss niemand. So wartet die PA-Anlage Wochenende
für Wochenende auf Dezibelhungrige Zuhörer, denn Proben
und sonstige Anlässe müssen eigentlich nicht beschallt
werden. Dass in ein Kulturhaus auch Musik gehört, das wird
vergessen. Und nicht etwa nur Kammermusik oder die Bläser
der Stadtmusik: Rock, Metal und HipHop sind ebenso Teil der Kultur.
Nur wird davon nicht gesprochen, da diese Szenen keine Lobby haben.
An dieser Stelle
setzt das Engagement von «3rd stone entertainment»
ein. Der Verein ist von Mitgliedern
der inzwischen nicht mehr aktiven Coverband 3rd stone from tha
sun ins Leben gerufen worden, und hat es sich zur Aufgabe gemacht,
dafür zu sorgen, dass im Kulturhaus auch Kultur stattfindet,
die bei der Vergabe öffentlicher Gelder eben keine Spitzenplätze
belegt. Wir machen AKTIVKULTUR, die lebendig und bezahlbar ist:
Ob an der Eintrittskasse oder an der Bar. Die Arbeit im Verein
ist ehrenamtlich und so stehen nicht fette Gewinne, sondern Spass
und eine gute Portion Idealismus an oberster Stelle der Statuten.
In loser Folge organisieren wir im Kulturhaus Konzerte und bieten
somit regionalen Bands wie auch nationalen Namen eine Bühne,
auf der gerockt werden kann wie gereimt.
Wer sich von unserer Philosophie angesprochen fühlt und Lust
hat, einen Beitrag in Form von Mitarbeit zu leisten, melde sich!
leider mussten wir unseren verein aus aktuellen
politischen gründen auflösen!
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